Die 19. Ausgabe des Frauenorchesterprojektes fand vom 20. bis 22. Februar 2026 in der Landesmusikakademie Berlin im FEZ-Berlin statt. Die Werkstattpräsentation der an diesem Wochenende von rund 80 Frauen gespielten Werke fand auf der Astrid-Lindgren-Bühne statt.

Bild: © Studio Pandan
Das Programm bot einen faszinierenden Querschnitt durch die Arbeit von Komponistinnen verschiedener Generationen und Kontinente. Lucrecia Kasilags Philippine Scenes (1974) verknüpfte folkloristische Elemente mit farbenreicher Orchestersprache und brachte so philippinische Klangtraditionen ins Konzert. Luise Adolpha Le Beaus Sinfonie in F-Dur op. 44 repräsentierte den romantischen Klassikkanon mit eleganter Form und ausdrucksstarken Motiven, während Vivienne Olives The Tears of the Nightingale (2025) eine eindringliche, zeitgenössische Perspektive eröffnete, die moderne Klangfarben und expressive Intensität miteinander verband. In Oceans (2018) von María Huld Markan Sigfúsdóttir entfalteten sich weite, nordisch inspirierte Klanglandschaften, die den Zuhörenden in atmosphärische Texturen eintauchen ließen. Einen besonderen Stellenwert hatte Ethel Smyths Ouvertüre zu Fantasio (1898), die seit Jahren nicht mehr aufgeführt wurde – das Orchester brachte dieses historische Werk damit erstmals wieder zum Erklingen und verlieh ihm neues Leben.
Das macht das Frauenorchesterprojekt aus: nicht nur stilistische und geographische Vielfalt, sondern eine einzigartige Entdeckerlust! Historische Werke wie Smyths Fantasio werden wieder zum Leben erweckt, zeitgenössische Stimmen wie Olives The Tears of the Nightingale werden aufgegriffen und Klangtraditionen aus aller Welt hörbar gemacht. Das verbindet und begeistert die Mitspielerinnen und auch das Publikum jedes Jahr aufs Neue.
Die Ausschreibung zum Projekt lässt sich hier einsehen.
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