FOP 2021 Kammerorchester

2021 war alles anders! Das FOP konnte stattfinden, aber in einer anderen Jahreszeit (Oktober statt März), an einem anderen Ort (Landesmusikakademie statt Gemeindesaal) und in anderer Besetzung – als Kammerorchester mit gut 30 Spielerinnen. Unter den geltenden Corona-Auflagen war es glücklicherweise möglich, Musik zu machen!

Im Zentrum der Probenarbeit stand die 3. Sinfonie von Louise Farrenc – ein berauschend schönes Werk. Besonders stimmungsvoll erlebten die Teilnehmerinnen die Tonskizze Wild Geese von Ina Boyle – man hört buchstäblich die Flügelschläge der Vögel über der weiten Landschaft. Schwungvollen Auftakt der kleinen nicht öffentlichen Abschlusspräsentation bildete die lustige Ouvertüre der blinden Komponistin Maria Paradis. Das Orchester schlug dann den Bogen in die Moderne. Chen Yis Komposition, die chinesische und europäische Klangfarben mischt, stellte die Spielerinnen vor einige Herausforderungen. Lateinamerikanische Rhythmen und viel Witz und Energie brachte das Werk von Gabriela Ortiz, in dem bunten Drachen über den Himmel tanzen.

Mary Ellen Kitchens war mit ungebrochener Energie am Werk, um den Spielerinnen diesen weiten Bogen unterschiedlichster Musik zu vermitteln und fügte das Projektorchester zu einem harmonischen Klang zusammen.

Die Online-Technik machte es möglich, eine Buchvorstellung der gerade erschienenen Biografie über Emilie Mayer durch die Autorin Barbara Beuys zu erleben.
Interview mit Beuys WDR

Die Filmemacherin Meggie George hat das Projekt begleitet. Ihr Film (Link, Film folgt später) gibt einen Eindruck vom Kammer-Orchester-FOP 2021.

Wir danken sehr herzlich der Landesmusikakademie Berlin, die uns sehr großzügig ermöglicht hat, einen Saal und Instrumente zu nutzen!